Microsoft Copilot bündelt Home, Code und Autopilot

Microsoft bündelt Copilot mit Home, Code und Autopilot. Was jetzt startet, wer Zugang erhält und welche Funktionen zunächst Vorschau bleiben.

Abstrakte Darstellung von Microsoft Copilot mit Home-Zentrale, Code-Arbeitsbereich und autonomem Agenten

Microsoft baut Copilot zur zentralen Arbeitsoberfläche aus: Die neue Struktur verbindet Chat, delegierte Aufgaben, natürliche App- und Automationsentwicklung sowie einen dauerhaft arbeitenden Agenten. Die Ankündigung vom 25. September 2026 ist zunächst vor allem für Microsofts Frontier-Programm relevant – nicht für alle Copilot-Nutzer.

Stand: 27. September 2026

Home vereint Chat und Cowork

Mit Home erhält Copilot einen zentralen Einstiegspunkt. Dort treffen der schnelle Chat und Cowork zusammen. Chat bleibt für Fragen, Recherchen und Entwürfe gedacht; Cowork übernimmt umfangreichere Aufgaben, die Nutzer als Ziel formulieren und anschließend ausführen lassen.

Zusätzlich integriert Microsoft Word, Excel und PowerPoint direkt in Copilot. Dokumente, Tabellen und Präsentationen sollen dabei bearbeitbar bleiben und mit den Office-Apps synchronisiert werden. Für Teams kann das den Wechsel zwischen Chat, Datei und Anwendung reduzieren.

Code richtet sich ausdrücklich auch an Nicht-Entwickler

Code soll aus einer Beschreibung in natürlicher Sprache kleine Apps, Dashboards, Tracker, Automationen oder Workflows erstellen. Microsoft beschreibt die Funktion als sandboxed und innerhalb des eigenen Mandanten hostbar. Sie nutzt dieselbe technologische Grundlage wie GitHub Copilot, ist aber nicht mit einer sofortigen allgemeinen Freigabe gleichzusetzen.

Der Rollout für Code startet laut Microsoft im Frontier-Programm am Monatsende. Eine breitere Verfügbarkeit ist für die folgenden Wochen angekündigt; eine Vorschau für Microsoft-365-Premium- und Pro-Abonnenten soll später im Jahr folgen. Konkrete Preise für Code nennt die Ankündigung nicht.

Autopilot arbeitet auch ohne laufende Eingabe

Autopilot, zuvor unter dem Namen Scout vorgestellt, ist als persistenter Agent gedacht. Nutzer geben ihm Name, Rolle, Ziel und Grenzen. Anschließend kann er Aufgaben über längere Zeit verfolgen, wiederkehrende Arbeit ausführen und in Teams, Outlook, Chats und Dokumenten weiterarbeiten.

Wichtig für die Einordnung: Autopilot erweitert Ende September zunächst die Private Preview. Das bedeutet, dass nicht jeder Copilot-Nutzer sofort Zugriff erhält. Microsoft beschreibt außerdem einen eigenen digitalen Arbeitsplatz mit Berechtigungen, Auditierung und Governance im Mandanten – genau diese Unternehmensanforderungen begrenzen aber auch den spontanen Zugang.

Was sich für Nutzer jetzt ändert

Für berechtigte Frontier-Teilnehmer verschiebt sich Copilot vom einzelnen Chatfenster hin zu einer Arbeitszentrale: Dateien können direkt bearbeitet, Aufgaben delegiert und erste interne Lösungen in natürlicher Sprache gebaut werden. Für die breite Öffentlichkeit ändert sich kurzfristig weniger, weil Home und Code schrittweise ausgerollt werden und Autopilot zunächst privat getestet wird.

Wer die Funktionen noch nicht sieht, hat daher nicht zwingend ein Konfigurationsproblem. Entscheidend sind der Rollout-Status, das verwendete Microsoft-365-Angebot, der Organisationsmandant und – bei Autopilot – die Einladung zur Vorschau. Eine allgemeine Verfügbarkeit für alle Tarife oder Regionen ist in der Ankündigung nicht zugesagt.

Quellen

Weitere Beiträge findest du im KI-News-Archiv und auf der Startseite von Kruemels Blog.